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DPI, PPI? TIPPS ZUR BILDAUFLÖSUNG

Jeder, der schon mal irgendwie mit dem Veröffentlichen von Bildern, digital oder gedruckt, zu tun hatte, kennt diese Auflösungsangaben. Und mal ehrlich,  wie oft haben diese schon für Verwirrung gesorgt?

Dem mitlesenden Profi-Designer stellen sich womöglich gleich die Haare auf , aber prinzipiell kannst du mit folgender Praxis-Grundregel nicht viel falsch machen.

Endformat

– Web 96 dpi -> Bildschirmauflösung

– Print 300 dpi -> guter Mindeststandard für Druckausgabe

DPI, PPI – WAS IST DAS ÜBERHAUPT?

Wenn es um die Auflösung geht, bist du bestimmt schon über die Bezeichnungen ppi und dpi gestolpert. Aber wo liegt denn jetzt eigentlich der Unterschied?

ppi ist die Abkürzung für „pixel per inch“ und beschreibt das Verhältnis von Pixeln zu einem Inch (dt. Zoll)

dpi steht für „dots per inch“ und steht für die Anzahl von Druckpunkten, die der Drucker auf einem Inch ausdrucken kann. Die Auflösung heutiger Drucker liegt so zwischen 300 und 2400 dpi.

dpi kommt aus der Drucktechnik und wird heute als einheitliches Kürzel, fälschlicherweise auch in der Bildbearbeitung, genutzt.
In dem Fall hier werden  ppi mit dpi gleichgesetzt.

 

 dpi

 

ppi beschreibt die Pixeldichte innerhalb eines Inch.
Auf einem Bild mit der Seitenlänge von 1 Inch (2,54 cm) befinden sich auf einer Seite genau 200 Pixel – daraus ergibt sich die Auflösung von 200 ppi. Es besteht also aus 200×200 Pixel = 40.000 Pixel

 

Natürlich ist das Thema „Auflösung“ etwas komplexer. Die Pixelmaße deines Fotos spielen eine entscheidende Rolle zur Berechnung der korrekten Auflösung.

Allerdings kenne ich persönlich so gut wie niemanden, der in der Praxis mit dem Taschenrechner seine Bilder berechnet, und daher möchte ich dir hier ein paar praktische Tipps weitergeben.

 

 

TIPPS ZUR BILDAUFLÖSUNG

Stelle bei deiner digitalen Kamera die höchste Auflösung ein, oder fotografiere im RAW Format.
Das bedeutet zwar Verbrauch von Speicherplatz, aber du hast später die Möglichkeit Ausschnitte zu verwenden und mehr Spielraum für qualitativ hochwertige Ausdrucke.

 

Für Fotodrucke werden meist 300 dpi verlangt.
Natürlich kannst du keine Briefmarke mit 300 dpi auf Postergröße ziehen. Wir gehen hier immer vom Zielformat deiner Druckvorlage aus.

 

Beim Einscannen von Vorlagen kann diese Formel angewendet werden:
Zielformatlänge in cm : Originalformatlänge in cm x gewünschte Auflösung = Scanauflösung.
Zum Beispiel habe ich hier ein Foto 13×15 cm und möchte dieses mit 300 dpi auf 26×30 cm ausdrucken. 30:15×300=600 dpi

 

Große Daten, wie Plakate oder Banner, können auch mit weniger dpi gedruckt wirken.
Durch den größeren Betrachtungsabstand kann unser Auge die grobe Auflösung nicht wahrnehmen. Ein Posterdruck kommt daher auch locker mal mit 150 dpi aus.
Wenn du nicht sicher bist, ob deine Bildauflösung reicht, frage bei der Druckerei nach.

 

Große Bilder können für das Web runtergerechnet werden aber nicht umgekehrt!
Die Verkleinerung führt zum Verlust von Pixeln und damit zur Verringerung der Bildqualität.
Bei einer Vergrößerung mit gleicher Auflösung werden zusätzliche Pixel eingefügt – das Bild wird unscharf („verpixelt“).

bildgrösse

Für die wahrgenommene Qualität deines Bildes, spielen neben der Punktdichte unter anderem Kontrast und Schärfe der Vorlage eine Rolle.

 

Bildschirmauflösung zwischen 72 und 100 dpi
Als ich gelernt habe, lag der Standard-Wert noch bei 72 dpi. Mit den heutigen Bildschirmen ist diese Angabe etwas überholt. Grundsätzlich kommt man mit 96 dpi bei 100 % zu ordentlichen Ergebnissen. Alles was drüber ist, verbessert die Abbildungs-Qualität nicht, da der Bildschirm einfach keine höhere Auflösung anzeigen kann.

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