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NACHHALTIGKEIT IM BÜRO

Auch wenn das Thema nicht so medienwirksam ist, wie manch anderes und der Prozess scheinbar nur langsam voranschreitet: dem Planeten auf dem wir leben geht es nicht mehr besonders gut. Wir nehmen wie selbstverständlich was wir brauchen und geben wenig zurück. Zugegeben, es ist nicht immer einfach alles richtig zu machen und manchmal auch gar nicht möglich – doch wann immer wir die Wahl haben, sollten wir uns für ressourcenschonende Alternativen entscheiden und gegen unsere Bequemlichkeit.

In allen Lebensbereichen ist es möglich etwas zu tun: Wasser sparen, Verzicht auf PET-Flaschen, Müll so gut es geht vermeiden und trennen, Fleischkonsum reduzieren, weniger kaufen, dafür auf die Qualität achten und so weiter. Dabei musst du kein „Öko“ werden, es reicht ein Bewusstsein dafür zu entwickeln für das, was uns am Leben hält.

Wo können wir zum Beispiel im Büro nachhaltiger werden?

STROM

Okay, die Stromdiskussion… er riecht weder nach Kohle noch schlägt er kleine grüne Blitze aus der Dose – im Endeffekt erhalten ich und mein Nachbar genau denselben Strom. Aber vielleicht kann man mit der Wahl seines Anbieters zumindest mal eine Richtung vorgeben, welche Energiegewinnung man sich für dieses Land wünscht.

Abgesehen davon gilt es Strom zu sparen, wo es geht (macht sich auch im Portemonnaie ganz gut):

– Energieeffizienz der Geräte überprüfen (Alter, Stromverbrauch)
– Energiesparmodus nutzen
– In den Pausen Monitor abschalten und keinen Bildschirmschoner nutzen
– Netzwerkdrucker zumindest nur zu den Arbeitszeiten anschalten
– Standby so gut es geht vermeiden
– Netzteile, wenn möglich, vom Strom trennen – > Mehrfachsteckdose mit Hauptschalter nutzen
– Mittagspause Licht aus

Ich persönlich halte ja nicht viel von Energiesparlampen. Die Herstellung und Entsorgung ist alles andere als umweltfreundlich und wer behauptet Quecksilber sei ökologisch …. naja. Eine Alternative könnten zum Beispiel LED-Lampen sein.

PAPIER

Jede E-Mail ausdrucken ist so eine moderne Unart. Dabei gibt es andere Möglichkeiten To-Dos nicht zu vergessen. Nutze doch ein hübsches Notizbuch oder markiere dir deine E-Mail, damit sie nicht in Vergessenheit gerät.

Muss doch einmal ausgedruckt werden, dann kann man die Schriftgröße verkleinern, Vorder- und Rückseiten bedrucken, Recyclingpapier für nicht farbverbindliche oder inoffizielle Dokumente wählen und später das Blatt eventuell als Schmierpapier nutzen.

Hinweis: Bei Digitaldruckern empfehle ich nicht, die Rückseite zu bedrucken. Durch die Erhitzung der Trommel, werden die Farbpigmente des alten Ausdrucks gelöst und können so das Innenleben verschmutzen. Streifen und Schlieren sind die Folge.
Bitte auch beim Drucker darauf achten, welches Papier das Gerät verträgt. Nicht jeder frisst gerne das graue Recyclingpapier und bevor das Gerät kaputt geht, inklusive Entsorgung und Neuanschaffung, bitte lieber chlorfrei gebleichtes Papier nutzen.

DATENTRÄGER

Seit Jahren etablieren sich USB Sticks als Austauschmedium. Nicht nur wegen der größeren Speicherkapazität sind sie CD- und DVD Roms vorzuziehen: man kann sie einfach richtig oft benutzen und sie sparen Platz. Für Backups eignen sich externe Festplatten oder moderne Cloud-Lösungen.

HARDWARE

Nur ein Statement oder wirklich nötig? Ich meine es muss nicht jedes Jahr das neueste Handy oder der neueste Computer sein, solange das alte Gerät den Anforderungen deiner Arbeit noch entspricht. Beim Computer reicht es vielleicht auch nur einzelne Komponenten aufzurüsten.

gruenes buero

COFFE TO GO UND SALAT AUS DEM SUPERMARKT

Morgens keine Zeit mehr gehabt? Also wird auf dem Weg ins Büro schnell beim Bäcker ein Croissant und einen Kaffee mitgenommen. Die Mittagspause besteht aus einem Salat aus der Kühltheke, ein Brötchen und einem Getränk; vielleicht noch irgendwelche Kekse um den Nachmittag zu überstehen. Auf dem Heimweg fällt dir ein, dass du nichts zum Kochen zu Hause hast und weil du Überstunden machen musstest bleibt es heute bei der TK-Pizza.

Ja, kenne ich.

Auf dem Müllkonto: Pappbecher, Plastikdeckel, Papiertüte, Plastikschale, Plastikgabel, PET-Flasche, Verpackungsmüll, Pappschachtel, Folie – und das  wieviel Tage im Jahr?

Definitiv geht dieser Punkt an die Bequemlichkeit. Man braucht nicht frommer zu sein als der Papst und klar, so ein Einkauf kommt im Alltag auch mal vor. Es sollte nur die Ausnahme bleiben. Mal ganz abgesehen vom Müllaufkommen ist es auch ein Unterschied, ob du dich von Convenience Produkten ernährst oder dir selbst etwas zubereitest. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass Selbstgemachtes nicht nur nachhaltiger ist, sondern auch wahres Seelenfutter.

Mögliche Alternativen:
– Coffee to go im eigenen Thermobecher (kann man auch in der Bäckerei auffüllen lassen und je nachdem auch ein paar Cent sparen)
– Thermoskanne Tee mitnehmen
– Getränke in Mehrweg oder Glasflaschen
– Am Vorabend deinen Lunch vorbereiten z.B. Sandwiches, Salat mit extra Dressing …
– Größere Menge kochen, dann ist am nächsten Abend noch was zum Aufwärmen da

In der Summe bringt jeder noch so kleine Schritt etwas.
Was sind deine Tipps für ein grüneres Leben im Büro?

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