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DER GOLDENE SCHNITT

Der goldene Schnitt ist eine uralte Gestaltungsregel und beschreibt ein asymetrisches Teilungsverhältnis von Flächen. Auf meiner Recherche bin ich über ganz viele Zahlen, Formeln und Berechnungsschaubildern gestoßen. Was ich aber so wahnsinnig faszinierend finde, ist, dass wir unbewusst fortwährend damit konfrontiert sind: Der Goldene Schnitt kommt praktisch überall vor.

VORAB ETWAS MATHEMATIK

Im Zusammenhang mit dem Goldenen Schnitt, stößt man auch immer wieder auf Leonardo Fibonacci, der sich 1202 die hypothetische Frage stellte, wie viele Kanninchenpaare ein einziges Tier im Jahr erzeugen kann. Diese Zahlenreihe ( 1, 1, 2, 3, 5, 8, 13, 21, 34, 55, … die folgende Zahl erhält man, wenn man die zwei davor stehenden Zahlen addiert) visuell übertragen, ergibt folgendes Bild:

goldene spirale
Die goldene Spirale.

Noch etwas: wenn man zwei aufeinanderfolgende Fibonacci-Zahlen dividiert, nähert man sich der Goldenen Zahl an, auch besser bekannt als Φ Phi = 1,618033

In der Praxis sieht das so aus: 2:1=2 3:2=1,5 …. 55:34=1,6176; 89:55=1,61818

Und die Goldene Zahl ist übrigens das Ergebnis der Berechnung des Goldenen Schnitts

Die Formel dazu lautet:

(a+b)/a = a/b.

Das Verhältnis von a und b ist immer gleich und so kommt auch immer dieselbe Zahl heraus:

a/b=1,618

goldener schnitt2

Eigentlich ziemlich spannend und wer ein besseres mathematisches Verständnis hat als ich und tiefer in die Materie eintauchen möchte, dem bietet das Internet, angefangen bei Wikipedia, eine Fülle an Informationen dazu.

DAS GÖTTLICHE VERHÄLTNIS

Noch bevor Fibonacci anfing, mit Zahlen zu jonglieren, war der Goldene Schnitt bekannt. Bereits in der Antike konnten sich Belege dazu finden. Im Grunde kann man sagen, das alles was wir als schön und harmonisch empfinden, im Goldenen Schnitt sitzt. Früher war das Ziel sich dem göttlichen Ideal anzugleichen, weshalb in der Zeit um die Renaissance dieses Proportionsgesetz auch als das göttliche Verhältnis bezeichnet wurde. Von Da Vincis „Mona Lisa“ bis zum „Parthenon“ in Athen, können wir den Goldenen Schnitt in zahlreichen Bau- und Kunstwerken entdecken.

Doch auch die Natur und das Universum sind im Goldenen Schnitt aufgebaut:

Blüten, Blätter, Tannenzapfen, Artischocken, DNA-Helix, Pferde, Zähne, Finger, …. besitzen das Verhältnis a/b. Wasserwirbel, Schnecken und die Milchstraße sind in der goldenen Spirale aufgebaut und auch der Blütenkorb einer Sonnenblume ist kein Zufall, sondern nach der Fibonacci-Reihe angeordnet.

Alles aufzuzählen ist gar nicht möglich, aber vielleicht empfinden wir durch das Vorkommen in uns und allem was uns umgibt gerade deswegen den Goldenen Schnitt als so harmonisch und vollkommen?

goldener schnitt3

Ein Experiment:

Schau dir mal deine Fotos oder Layouts durch, die du besonders gelungen findest – entdeckst du dort den Goldenen Schnitt wieder, obwohl du ihn gar nicht bewusst eingesetzt hast.

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